(Inter)Kulturelle Herausforderungen agiler Organisationen

Ein Explorationscamp in Hamburg vom 29. – 30. Juni 2018


Vorgeschichte

Aktuell gibt es mehrere Organisationsmodelle, die für sich in Anspruch nehmen, Unternehmen agiler, dynamischer und jenseits der klassischen pyramidalen Hierarchie entscheidungsfreudiger zu machen. Sie heißen beispielsweise kollegial geführte Unternehmen, soziokratisch, fluid, dynamisch, Kreisorganisation oder Holacracy.

Die Ursprünge dieser anderen Organisationsstruktur reichen bis ins Ende des 18. Jahrhunderts, angetrieben von den Idealen der Französischen Revolution. Die nachlassende Macht von Kirche und Monarchie in Westeuropa gab vielen Menschen die Möglichkeit, selbstbestimmter und autark zu leben. Doch ohne eine Umwelt, die die Qualitäten von sozialer Klugheit, echter Kooperation und Altruismus förderte, konnte sich die Chance auf Selbststeuerung nicht verwirklichen. 

Gesellschaftstheoretiker wie August Comte (1798 – 1857), Frank Ward (1843 – 1913) oder Kees Boeke (1884 – 1966) entwarfen alternative Modelle, die die Basis der Soziokratie schufen.

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Die Ursprünge dieser anderen Organisationsstruktur reichen bis ins Ende des 18. Jahrhunderts


Campstory

Die Hauptpraktiken agiler Organisationen sind Selbstführung, Ganzheit und Sinn. In unserem Forschungscamp wollen wir ergründen, ob und welchen Einfluss kulturelle Dimensionen wie Machtverständnis, Kommunikationsstile, Rationalitätskonzepte oder Gender auf den Übergang eines Unternehmens zur agilen Organisationsstruktur haben.

 

Gern möchten wir diese und weitere Fragen mit Euch/Ihnen erforschen:

  • Verändert die Digitalisierung die Wirkung kultureller Einflüsse?
  • Welchen Einfluss haben Landeskulturen auf die Entwicklung einer agilen Organisationskultur?
  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Führungsparadigmen (nach Laloux) und der Landeskultur?
  • Wie kann der Unterschied zwischen Landes- und Organisationskultur im Übergang zu agilen Strukturen bearbeitet werden?
  • Wie sieht eine kultursensible Lernbegleitung im Übergang aus?
  • Gibt es Landeskulturen, die mit Blick auf die Hauptpraktiken agiler Organisationen im "Vorteil" oder im "Nachteil" sind? 
  • Welche Konsequenzen haben diese Fragen und Erkenntnisse für unsere Arbeit als (inter)nationale Organisationsentwickler, Beraterinnen, Trainer, Coaches, Moderatorinnen in der Arbeit mit multikulturellen Teams und Organisationen?

Das Agile Culture Camp öffnet seine Tore am 29./30. Juni

Es richtet sich an interessierte Führungskräfte, Beraterinnen, Coaches und alle Menschen, die für die Zukunft der Arbeit offen sind.


Sicher gibt es noch viele andere spannende Fragen. Wir laden Dich/Sie ein, gemeinsam mit uns und unseren Kooperationspartnern von „next U“ Bernd Oesterreich und Claudia Schröder an zwei Tagen in Hamburg zu denken, zu diskutieren, Praxis auszuprobieren, Beispiele zu erörtern ...


Die Kooperationspartner

Die beiden Teampartnerinnen

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